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Sonnika Malloth | INES Analytics GmbH

In diesem Interview gibt Sonnika Einblicke in den Arbeitsalltag als Technical Team Lead und Frontend Developer bei INES Analytics in Berlin.

1. Wo arbeiten Sie? 

Ich arbeite bei INES Analytics in Berlin, einem Unternehmen, das sich auf die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Lösungen für Entgelttransparenz und Chancengleichheit spezialisiert hat. Wir entwickeln HR‑Software, die Organisationen dabei unterstützt, ihre Daten zu verstehen, gesetzliche Transparenzanforderungen zu erfüllen und aktiv Ungleichheiten am Arbeitsplatz abzubauen. Unsere Produkte helfen Unternehmen bei der Analyse von Entgeltlücken, bei der Beantwortung von Auskunftsanfragen von Mitarbeitenden sowie beim Aufdecken von Mustern in der Karriereentwicklung, dem Zugang zu Weiterbildung und den Arbeitsbedingungen. Es ist ein Umfeld, in dem Technologie, Forschung und gesellschaftliche Wirkung auf sehr praktische Weise zusammenkommen. 

 

2. Wie lautet Ihre Jobbezeichnung und wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus? 

Ich bin Technical Team Lead und Frontend Developer, das heißt, meine Tage sind zwischen Führungsaufgaben und praktischer Entwicklungsarbeit aufgeteilt. Unser Team wächst derzeit und entwickelt sich von einem großen Team hin zu mehreren funktionsorientierten Teams. Ein großer Teil meiner Rolle besteht daher darin, Arbeitsabläufe zu gestalten und die Koordination über verschiedene Produkte hinweg sicherzustellen. In der Regel beginne ich den Tag damit, unser Sprint‑Board zu prüfen, Prioritäten abzustimmen und mich ein paar Mal pro Woche mit anderen Teams abzugleichen. Der restliche Tag besteht aus der Entwicklung von Frontend‑Funktionen, der Planung von Releases sowie der Organisation monatlicher Test- und Produktionsdeployments. 

 

3. Wie haben Sie diesen Beruf für sich entdeckt? Teilen Sie gern kurz Ihren beruflichen Werdegang. 

Ich arbeite seit 2013 als Softwareentwickler und habe meine Karriere in Indien bei Start-ups und Technologieunternehmen begonnen. Bevor ich nach Berlin gezogen bin, habe ich remote für ein Unternehmen in den USA gearbeitet, wo mich der CTO schließlich mit meiner aktuellen Position in Kontakt gebracht hat. Nach einigen inspirierenden Gesprächen mit den Gründern fühlte es sich sowohl beruflich als auch persönlich nach der richtigen Entscheidung an. Im Jahr 2023 sind meine Familie und ich nach Deutschland gezogen, um dieses neue Kapitel zu beginnen. 

 

4. Welchen Rat würden Sie Menschen geben, die in diesem Bereich arbeiten möchten? 

Die Diskussion darüber, dass KI Entwickler:innen ersetzen könnte, kann einschüchternd wirken, doch in der Realität ist es hilfreicher, KI als leistungsstarken Assistenten zu sehen. Sie kann repetitive Aufgaben beschleunigen und dabei helfen, Ideen schneller zu erkunden, benötigt aber weiterhin klare Anleitung und kritisches Denken. Konzentrieren Sie sich darauf, ein solides Fundament in Programmierung, Systemdesign und Problemlösung aufzubauen, damit Sie jederzeit verstehen, was im Hintergrund passiert. Wenn Sie diese Grundlagen mit Neugier und der Bereitschaft zu experimentieren verbinden, sind Sie gut auf die Weiterentwicklung des Fachgebiets vorbereitet. 

 

5. Was gefällt Ihnen an Berlin am meisten? 

Neben der Technik bin ich auch Musiker und praktiziere die südindische Vokalkunstform Konnakkol. Berlins kreative Szene ist wunderbar offen und experimentierfreudig, und ich liebe es, mit Künstler:innen aus völlig unterschiedlichen Genres zusammenzuarbeiten. Ich hatte die Möglichkeit, diese traditionelle Kunst mit Rock, Pop, orchestraler Musik und sogar Dub zu verbinden. Die Stadt ermutigt ständig zu unerwarteten Kooperationen und kreativen Risiken, was das Leben und Arbeiten hier unglaublich inspirierend macht. 

 

6. Welche Fähigkeiten oder Eigenschaften sind für den Erfolg in Ihrer Rolle am wichtigsten? 

Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein sind in meiner Rolle genauso wichtig wie technische Fähigkeiten. Als Team Lead verbringe ich viel Zeit damit, Menschen, Prioritäten und Erwartungen über wachsende Teams und Produkte hinweg in Einklang zu bringen. Die Fähigkeit, komplexe technische Ideen zu vereinfachen und anderen dabei zu helfen, selbstbewusst voranzukommen, macht dabei einen großen Unterschied. Eine Denkweise, die Geschwindigkeit mit langfristiger Stabilität in Einklang bringt, ist entscheidend beim Aufbau von Produkten, die skalieren müssen. 

 

7. Was war bisher ein besonders einprägsamer Moment oder Erfolg in Ihrem Job? 

Der Aufbau eines Teams von Grund auf war bisher einer der spannendsten Teile meines beruflichen Weges. Ein internationales Team mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen zu schaffen, brachte besondere Herausforderungen mit sich, machte den Prozess aber auch sehr lohnend. Gemeinsam haben wir Strukturen etabliert, die Geschwindigkeit und Stabilität ausbalancieren, und automatisierte, effiziente Pipelines aufgebaut, die unser Arbeitstempo unterstützen. Mein größter Erfolg war es dabei nicht nur, Lösungen zu finden, sondern solche zu entwerfen, die wirklich auf die Bedürfnisse unseres Teams zugeschnitten sind. 

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