1. Wo arbeitest du?
Ich arbeite in Berlin als selbstständige Beraterin und Workshop-Facilitatorin an der Schnittstelle von Menschen, Arbeit und internationalen Kontexten.
In meiner Arbeit verbinde ich Themen wie Finanzbildung, datenbasierte HR-Entscheidungen und interkulturelle Zusammenarbeit. Parallel dazu organisiere ich Forschungs- und Fachworkshops im Bereich Cyber-Physical Security mit Partnern aus Japan und ASEAN. Besonders wichtig ist mir dabei, Wissen zugänglich zu machen und Menschen sowie Organisationen miteinander zu verbinden.
2. Warum hast du dich für Berlin entschieden?
Die Entscheidung für Berlin fiel in einer Phase, in der ich langfristiger dachte – über Familie, Gesundheit und Lebensqualität, nicht nur über Karriere.
Während meiner Zeit in Japan wuchs der Wunsch nach einem Umfeld mit guter sozialer Absicherung, kostenfreier Bildung und einem nachhaltigeren Arbeitstempo. Berlin bot genau das. Gleichzeitig ist die Stadt international genug, um zwischen verschiedenen Kulturen zu arbeiten und sich dennoch zuhause zu fühlen.
3. Was liebst du an Berlin?
Ich liebe Berlins Vielfalt und Offenheit. Hier gibt es Raum, unterschiedlich zu sein – beruflich wie persönlich.
Die direkte Kommunikation war für mich anfangs ungewohnt, hat mir aber geholfen, klarer zu werden und meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Besonders schätze ich die vielen formellen und informellen Communities, in denen Wissen geteilt und gegenseitige Unterstützung gelebt wird.
4. Welche Herausforderungen musstest du überwinden und wie hast du das geschafft?
Eine der größten Herausforderungen war der Umgang mit unterschiedlichen Arbeits- und Kommunikationskulturen.
Zwischen Japan, Thailand und Deutschland zu wechseln, bedeutete immer wieder, die eigene Rolle neu zu definieren. Geholfen haben mir Sprachkurse, Weiterbildungen, Coaching und der bewusste Blick auf meine eigenen Grenzen. Mit der Zeit habe ich gelernt, meinen eigenen Stil zu vertrauen – ruhig, klar und verbindend.
5. Wer oder was hat dir geholfen, dich in Berlin einzuleben?
Viele Menschen und Strukturen haben mich unterstützt: Sprachlehrer:innen, Weiterbildungsprogramme, Coaches und Therapeut:innen.
Mein Mann, Freund:innen und Kolleg:innen gaben mir Stabilität. Auch Netzwerke wie Talent Crunch Berlin oder SINGA Deutschland haben mir geholfen, Anschluss zu finden und mich als Teil der Stadt zu fühlen.
6. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der neu in Berlin ist?
Werde dir zuerst darüber klar, was du brauchst – und sprich offen darüber.
In Berlin ist es okay, Hilfe anzunehmen. Es gibt viele Angebote, Communities und Orte, die unterstützen.
Und ganz wichtig: Baue Beziehungen über Interessen und Neugier auf, nicht nur über Arbeit. Berlin belohnt Authentizität.
