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Bienvenue Angui 

Was als berufliche Chance begann, wurde zur wahren Liebe: Bienvenue`s Umzug nach Berlin.

1. Wo arbeiten Sie?

Ich bin selbstständig und habe meine Beratungsfirma MOBIANG gegründet, die deutsche Unternehmen bei ihren Investitionsprojekten in Afrika unterstützt - und umgekehrt.


2. Warum haben Sie sich für Berlin entschieden?

Das ist eine sehr gute Frage. Ehrlich gesagt habe ich mich zunächst wegen einer beruflichen Gelegenheit für Berlin entschieden. Ich bin 2017 von Düsseldorf, wo ich zehn Jahre gelebt habe, nach Berlin gezogen. Es war also anfangs eher eine Frage der Umstände als eine bewusste Wahl. Mit der Zeit habe ich die Stadt jedoch sehr schätzen gelernt und entdeckt, dass sie eine Metropole der Superlative ist.


3. Was lieben Sie an Berlin?

Um zu zeigen, wie sehr ich diese Stadt schätze, habe ich sogar ein Buch über Deutschland im alphabetischen Format geschrieben: „Germany from A to Z: A Journey Through Its Economy and Culture“, und der Buchstabe B ist Berlin gewidmet.

Was ich an Berlin liebe, ist die Kombination aus Anonymität und Gemeinschaftsgefühl. Anonymität, weil es eine große Stadt ist, neunmal so groß wie Paris, in der man völlig unbeachtet leben kann. Andererseits verleiht das Kiezleben der Stadt ihre Seele. Jeder Kiez hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Atmosphäre und bietet für jeden etwas. Ich liebe es, ein Viertel zu haben, in dem ich mich wohl und zu Hause fühle.

Berlin ist außerdem eine Stadt voller Geschichte und Charakter mit einem unglaublichen kulturellen Angebot. Wussten Sie, dass Berlin die einzige Stadt der Welt mit drei Opernhäusern ist: der Deutschen Oper, der Staatsoper Unter den Linden und der Komischen Oper? Sie ist Europas größtes Zentrum für zeitgenössische Kunst mit fast 290 modernen und zeitgenössischen Kunstgalerien und eine der wenigen Städte mit drei UNESCO-Welterbestätten, was ihr den Titel „UNESCO City of Design“ eingebracht hat.


4. Welche Herausforderungen mussten Sie überwinden und wie ist Ihnen das gelungen?

Wie bereits erwähnt, ist Berlin eine Stadt, in der man leicht anonym bleiben kann, daher kann es eine Herausforderung sein, Freunde zu finden. Persönlich habe ich das geschafft, indem ich mich beruflich engagiert, Vereinen beigetreten und einfach eine neugierige und offene Einstellung bewahrt habe.


5. Wer oder was hat Ihnen geholfen, sich in Berlin einzuleben?

In erster Linie habe ich die berufliche Chance geliebt, die mich nach Berlin gebracht hat – das war eine große Motivation, hier zu bleiben. Außerdem habe ich die Lebensqualität geschätzt. 2017 waren die Lebenshaltungskosten niedriger als heute, und Wohnraum war noch erschwinglich. Mir gefiel die Idee, in einer internationalen Hauptstadt zu sehr vernünftigen Kosten zu leben. Mit der Zeit habe ich mir hier meine eigene Welt aufgebaut, mein Kiez, Freunde und Arbeit waren die Hauptfaktoren, die mir geholfen haben, mich einzuleben und in Berlin erfolgreich zu sein.


6. Welche Tipps und Ratschläge würden Sie Expats/Internationalen geben, um ihnen den Start in Berlin zu erleichtern?

Ich würde empfehlen, sich Zeit zu nehmen, um Berlin und seine vielen Kieze zu erkunden, um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen und eine Wohnung in einer Lage zu finden, die sowohl Ihrem persönlichen Komfort als auch Ihren beruflichen Bedürfnissen entspricht, da Berlin sehr groß ist. Es gibt geführte Touren oder Sie können einen Hop-on-Hop-off-Bus nehmen, um sich mit der Stadt vertraut zu machen.

Als Nächstes sollten Sie je nach Ihren Interessen Vereinen beitreten, was Ihnen helfen kann, sich schneller zu integrieren. Schließlich sollten Sie sich bemühen, Ihre Nachbarn kennenzulernen, das wird oft übersehen, aber sie können im Falle von Problemen eine unschätzbare Unterstützung sein.

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